Winser Museumshof
Das Erlebnis in Winsen (Aller)

7 - Butterherstellung  (Den Audio-Guide finden Sie unten)

Diese Geräte und Hilfsmittel spielten eine Rolle bei der Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln.

Vor allem Milchspeisen waren neben Obst und Gemüse aus dem Garten ein wichtiger Bestandteil der Ernährung.

Ein Großteil der Milch wurde zu Butter verarbeitet. Dazu goss man die frisch gemolkene Milch als erstes durch ein Tuch oder Sieb, um sie zu reinigen. Anschließend füllte man sie in eine Schüssel und ließ sie einige Tage stehen. Wenn sich die Sahne oben abgesetzt hatte, konnte das Buttern beginnen.

Dazu benutzte man ein hölzernes Fass, wie Sie es hier bei uns sehen können. Die Sahne wurde mit einem schaufelartigen Holzlöffel von der Milch abgeschöpft und in das Butterfass gefüllt. Durch den Deckel des Fasses führt ein Stab mit einer gelochten Scheibe an seinem unteren Ende. Der Stab wurde solange auf- und ab bewegt, bis sich die Fettkügelchen zu Butterklumpen verbunden hatten. Das dauerte gut eine halbe Stunde und war Frauenarbeit. Aus 20 kg Milch konnte man so 500 Gramm Butter herstellen.

Die Bauernfamilie selbst aß Butter nur zu besonderen Anlässen. So war es üblich, einem Brautpaar verzierte Butter zu schenken, die Brautbutter.
Die meiste Butter verkaufte man auf dem Markt, um etwas Bargeld zur Verfügung zu haben. Die beim Buttern übrig gebliebene Buttermilch wurde getrunken oder mit Buchweizengrütze gekocht.

Als Milchtiere hielt man hauptsächlich Rinder und Ziegen. Das war praktisch, denn beide Tierarten lieferten zusätzlich Fleisch, konnten als Zugtiere benutzt werden und ihr Kot düngte die Felder.



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